Matteo

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1,691 km von Zuhause entfernt
#iamamigrant
"Migration bedeutet, etwas Neues zu lernen."
Matteo
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Belgien
Herkunftsland: 
Italien

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"Ich bin schon sehr lange Migrant. Ich habe zunächst meinen Job in Italien aufgegeben, um in Schottland zu arbeiten, weil ich mein Englisch verbessern wollte. Dann habe ich in Nordirland gelebt und in Spanien. Jetzt bin ich in Brüssel. Ich wollte mehr über die Europäische Union lernen, also kam ich hierher um einen Master in europäischer Politik zu machen.

Ich wollte immer wissen, wie die Dinge außerhalb von Salerno funktionieren. Ich wollte wachsen und unabhängig sein. Ich habe es täglich mit vielen verschiedenen Kulturen zu tun – in der Freizeit und bei der Arbeit. Nach einer Weile, denke ich, habe ich gelernt, diplomatischer zu sein, verständnisvoller und weniger zu urteilen. Letztlich geht es bei Migration darum, etwas Neues zu lernen.

Ich bin jetzt schon eine Weile in Brüssel, schon sechs Jahre. Als ich zuerst herkam, fühlte ich mich nicht, als würde ich nach Belgien ziehen, sondern in die Hauptstadt der Europäischen Union. Aber sobald ich hier war, gefiel es mir sehr gut. Brüssel ist großartig und international.

Was mir hier nicht gefällt ist die Bürokratie, die oft nicht funktioniert. Andererseits: dadurch kann ich Italien mehr wertschätzen. Ich dachte immer, nur dort hätten wir Probleme mit diesen Dingen. Aber es stellte sich heraus, dass dem nicht so ist. Wenn ich also etwas in einer neuen Umgebung erlebe, das mir nicht gefällt, dann hilft mir das, mein eigenes Land mehr wertzuschätzen.

Ich bin Italiener, aber auch Europäer. Ich fühle mich dort zu Hause, wo ich lebe. Wo auch immer ich hinziehe, ich nehme immer zwei Dinge mit mir: Meine Teetasse und mein englisches Grammatikbuch. Ich habe es seit 1994 und es ist wie meine Bibel.

Als nächstes ziehe ich nach Deutschland, um zu meinem Freund zu ziehen. Aber zunächst muss mein Deutsch noch besser werden. Ich möchte immer in der Lage sein, mit den Menschen um mich herum zu sprechen. Ich würde mich sonst selbst nicht wohlfühlen. Außerdem ist es auch ein Zeichen von Respekt für das Land in das ich ziehe."

Dies ist eine Geschichte von Christine Strotmann

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