Ahmet

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"Für einen Deutschen ist mein Name sehr ungewöhnlich, bei ‚Ahmet‘ hat jeder sofort ein anderes Bild im Kopf."

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„Mein Vater stammte aus einer wohlhabenden muslimischen Familie in der Türkei und kam als Student nach Deutschland und. Meine Mutter war Katholikin und stammte aus einer Arbeiterfamilie, die in Würzburg lebte. Sie heirateten 1955 in der Türkei.“

„Ich wurde in Deutschland geboren. Ich wuchs mit beiden Sprachen und beiden Kulturen auf. Für mich ist das ein Vorteil.“

„Meine Eltern haben mich nie gezwungen, eine bestimmte Religion auszuüben. Ich konnte meinen Glauben frei wählen, als ich älter wurde.“

„Es gab keinen Streit zwischen meinen Eltern darüber, wie wir sein sollen oder was uns erzählt wurde, ob es einen Gott oder eine Göttin gibt, ob er oder sie über allem steht etc. Ich habe nie verstanden, warum man ein besserer oder schlechterer Mensch ist, wenn man einer Religion angehört... so würde ein Gott oder eine Göttin nicht denken.“

„Bei meinen Großeltern habe ich viel über beide Religionen gelernt und ich lese auch gerne die Bibel. Es ist ein Buch mit wunderbaren, interessanten Geschichten.“

„Aufgrund des Kontrastes zwischen meinem türkischen Namen und meinem deutschen Aussehen erlebe ich seltsame Situationen. Zum Beispiel loben Leute am Telefon mein gutes Deutsch, weil sie aufgrund meines Namens davon ausgehen, dass ich nicht deutsch bin.“

„Für einen Deutschen ist mein Name sehr ungewöhnlich, bei ‚Ahmet‘  hat jeder sofort ein anderes Bild im Kopf. Es gibt dieses Vorurteil, dass ein Ahmet dunkler und kleiner sein müsste.“

Ahmet arbeitet als Richter in Berlin, liebt Istanbul und die Herzlichkeit der Leute in der Türkei. An Deutschland schätzt Ahmet die gute Organisation des Landes und glaubt, dass wir alle viel miteinander zu lernen haben.

Photo: IOM/A. Nero

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Ahmet
Beschäftigung: 
Richter
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Deutschland

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