Camila

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Foto: Christine Strotmann

11,112 km von Zuhause entfernt
„Ich wäre gerne je eine Hälfte des Jahres in Peru und eine in Deutschland.“
Camila
Beschäftigung: 
Studentin
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Peru

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„Ich bin in Peru auf eine deutsche Schule gegangen. Meine Eltern haben gedacht, das wäre eine gute Möglichkeit. Nach dem Abitur, wollte ich nach Deutschland kommen, um zu studieren. Inzwischen bin ich seit 4 Jahren hier.“

„Ich hatte und habe immer noch eine offene Denkweise und bin mit viel Lust hier her gekommen etwas schönes zu erleben.“

„Manchmal wünsche ich mir, dass ich meine Familie in der Nähe hätte – aber es ist nicht so schlimm, dass ich zurückgehen würde. Ich selbst als Person bin gewachsen, ich habe schon viel erreicht: das Alleine Leben, wie Eigenverantwortung. Eigenschaften, die ich in Peru nicht gelernt hätte, weil ich dort die Familie hinter mir gehabt hätte. Ich habe gelernt große Herausforderungen anzunehmen und auch Risiken einzugehen.“

„Ursprünglich war meine Hauptidee in Deutschland etwas zu lernen und dann zurückzugehen und in Peru etwas damit machen, arbeiten oder etwas verbessern. Aber mittlerweile gefällt es mir in Deutschland auch sehr gut. Deswegen ist es kompliziert und es würde mir gefallen, wenn ich 6 Monate im Jahr in Peru sein könnte und 6 Monate hier.“

„Das Essen – das vermisse ich sehr stark. In Deutschland gibt es sehr leckere Sachen im Sommer aber später im Jahr vermisse ich dann das peruanische Essen.“

„Die soziale Sicherheit finde ich wichtig. Es fühlt sich einfach gut an, dass ich auf die Straße gehen kann und ich mir keine Gedanken machen muss, ob ich meine Ringe verstecken soll oder nicht. Peru ist nicht extrem gefährlich, aber man hat immer diese Gedanken bei sich, dass man auf seine Sachen aufpassen muss bzw. ob man verfolgt wird. Hier ist es anders, man geht einfach aus dem Haus und lebt. Das gefällt mir gut.“

„Migrantin zu sein bedeutet nicht, dass ich keine Rückkehr in meine Heimat sehe. Migrantin zu sein ist für mich eine Zwischenphase.“

Heimat ist für Camila der Ort an den sie geht und an dem sie sich wohlfühlt – also vielleicht langfristig tatsächlich beides: Deutschland und Peru.

 

Diese Geschichte ist von Christine Strotmann

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