Dario

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Photo credit: Christine Strotmann

603 km von Zuhause entfernt
#iamamigrant
"Migration bedeutet schlicht: die Suche nach einem besseren Leben."
Dario
Beschäftigung: 
Student
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Luxemburg

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„Ich bin luxemburgischer Italiener oder italienischer Luxemburger. Meine Eltern sind Italiener, aber ich bin in Luxemburg aufgewachsen. Nun studiere ich seit Jahren in Berlin, aber ich habe das Gefühl, dass ich auch als Deutsch-Muttersprachler eher über meinen Namen definiert werde – und der ist eindeutig Italienisch.“ „Ich habe mich schon immer selbst aus Ausländer wahrgenommen, denn zuhause sprachen wir Italienisch. Ich bin also der Sprache und Kultur eng verbunden, habe aber selbst nie in Italien gelebt.“

„Grenzen nehme ich sehr selten bewusst war, ich bin ungefähr so alt wie das Schengen-Abkommen, und zum Beispiel aus Luxemburg nach Deutschland zu fahren um einzukaufen, war schon als Kind eine Selbstverständlichkeit für mich.“

„Dadurch, dass ich in Luxemburg als Kind von Einwanderern groß wurde, spreche ich sehr viele Sprachen. Meine Muttersprache würde ich sagen, also Herkunftssprache ist Italienisch. Aber auch Deutsch und Luxemburgisch und natürlich Französisch sind meine Muttersprachen, denn sie alle habe ich in der Schule benutzt. Dann habe ich noch Englisch und Spanisch gelernt. So viele Sprachen zu sprechen, macht es mir oft sehr leicht, anderen Menschen andere Sprachen und Kulturen zu vermitteln.“

„Durch meine Herkunft kann ich auch leichter über Grenzen hinweg denken, ich habe dadurch eine gewisse Offenheit. Manchmal gibt es eben auch absurde Momente: Als ich in England ein Auslandssemester verbracht habe, wurde ich am Flughafen in Deutschland gefragt, was ich hier machen wollen würde, weil ich ja einen italienischen Pass habe. Dabei ist Deutschland mein zuhause.“

„Ich werde mich um die deutsche Staatsbürgerschaft bewerben. Ich möchte hier langfristig leben und auch wählen können.“

„Migration ist für mich etwas Positives. Es bedeutet schlicht immer die Suche nach einem besseren Leben. Manchmal ist der Antrieb dazu Hoffnung, manchmal Verzweiflung. Migration ist wichtig. Ganze Gesellschaften und Staaten leben davon – auch wenn sie sich das manchmal nicht eingestehen wollen.“

Dies ist eine Geschichte von Christine Strotmann. 

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