Eric

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Foto: Julian Gross

878 km von Zuhause entfernt
„Für meine französische Familie bin ich der 'Deutsche' und für meine deutsche Familie der 'Franzose'.“
Eric
Beschäftigung: 
Student
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Frankreich

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„Ich bin zwar in Paris als Kind zweier Franzosen geboren, bin aber von Anfang an nicht nur Französisch, sondern auch Deutsch aufgewachsen. Deutsch ist quasi meine zweite Muttersprache.“

„Damals war Deutschland für mich immer der Ort, wo meine Großeltern wohnen – oben in Norddeutschland bei Kiel. Die haben sogar Plattdeutsch gesprochen, was ich dadurch auch verstehe und sprechen kann.“

„Als ich 6 war sind wir nach Potsdam gezogen, durch die Arbeit meines Vaters, und darum bin ich dort zur Schule gegangen. Zwei Jahre darauf dann nach Charlottenburg in Berlin. Der Unterschied von Paris zu Potsdam war intensiv, was mir vor allem später auffiel. Berlin ging wieder, da es auch eine Großstadt war, das fühlte sich gewohnter an.“

„Mein Abitur wollte ich aber lieber in Frankreich, an einer französischen Schule absolvieren und bin daher nach Strasbourg gezogen und habe dort auch zum ersten Mal alleine gelebt. Nachdem ich mein Abitur hatte, bin ich wieder zurück nach Berlin gezogen.“

„Ich habe daraufhin an der Schauspielschule angefangen zu studieren, da es mich von jeher interessiert hat Geschichten zu erzählen und zu inszenieren. Aber nach einigen Monaten habe ich bemerkt, dass das für mich eher Spielerei ist und nichts was ich professionell machen will. Durch einige Kurzfilmprojekte mit Freunden bin ich dann der Kamera begegnet und dadurch zur Fotografie gekommen.“

„Inzwischen studiere ich seit 2013 am Lette-Verein in Berlin Fotografie und genieße das sehr. Wenn ich nächstes Jahr (2016) meinen Abschluss habe will ich erst mal für ein paar Jahre weg aus Berlin, am liebsten nach New York und Paris. Aber nur zum Arbeiten und nicht besonders lange. Berlin ist für mich zu Hause, obwohl sich sowohl Paris als auch Kiel mehr als 'Heimat' anfühlen.“

„In Paris bin ich zum Beispiel gern 'Berliner', fühle mich da eher als Tourist und war, obwohl ich dort geboren bin, teilweise geschockt von der Kultur und dem Temperament. Für meine französische Familie bin ich zum Beispiel auch der 'Deutsche' und für meine deutsche Familie der 'Franzose'.“

 

 

Diese Geschichte ist von Julian Gross, www.julian-gross.de

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