Fatuma

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Foto: Christine Strotmann

6,341 km von Zuhause entfernt
#iamarefugee
"Ich glaube an eine Welt des Gebens und Nehmens."
Fatuma
Beschäftigung: 
Sozialarbeiterin
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Somalia

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„Ich bin in Kenia aufgewachsen, weil mein Vater in Somalia ermordet wurde und meine Mutter einen besseren Ort für uns finden musste. Ich liebe sie so sehr und vermisse sie so sehr. Sie lebt in der Grenzregion zwischen Somalia und Kenia. Das ist eine sehr unsichere Gegend – hoffentlich sehe ich sie bald.“

„Ich bin von Beruf Sozialarbeiterin und habe bei verschiedenen internationalen humanitären Organisationen gearbeitet - immer im Kinderschutz. Ich glaube für Deutschland bin ich ein Gewinn, ich glaube, sie brauchen mich, genau, wie ich sie brauche.“

„Ich mochte es hier, aber nicht die Situation, in der ich war. Ich war in einem Heim, einem Flüchtlingslager für sehr lange Zeit, ohne arbeiten zu dürfen, zur Schule gehen zu können oder meine universitäre Ausbildung weiterbringen zu können. Das war eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens, aber hoffentlich ändern sich die Dinge jetzt.“

„In Afrika kommen die Menschen zusammen, sprechen zusammen, diskutieren – hier ist das anders, alle verschließen ihre Türen. Die Deutschen denke ich, sind ein bisschen zurückhaltend, aber wenn du mit ihnen sprichst, sprechen sie mit dir. Ich bin in diesen neuen Kulturkreis gezogen. Also muss ich offen für Neues sein – das versuche ich auch. Ich muss also dazulernen, mit der Hilfe meiner Freunde und dem Rest der deutschen Gesellschaft.“

„Die Ungleichheit und die Ungerechtigkeit in dieser Welt, und wie wir lebten, und wie schwer unser Leben war – jeder will ein besseres Leben finden und deshalb sind wir hier.“

„Ich glaube an eine Welt des Gebens und Nehmens. Ich glaub nicht an nur Nehmen, Nehmen, Nehmen. Wir sollten ein Teil dieser Veränderung sein, es sollte uns erlaubt sein zu arbeiten, aber als Newcomer sollten wir auch unseren Teil beitragen. Die wissen nicht, wer wir sind –also zeig denen wer du bist. Tu etwas für diese Gesellschaft, sei produktiv! Andererseits: Wie kann man Teil einer Gesellschaft werden, die dir sagt: Bleib weg! Aber ich sage den anderen Newcomern: Nicht aufgeben. Es gibt eine Menge nette Menschen, wenn einer dir nicht zuhört, hört dir ein anderer zu.“

Diese Geschichte ist von Christine Strotmann.

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