Giuseppe

Primary tabs

Foto: Julian Gross

1,602 km von Zuhause entfernt
„Als ich in Berlin ankam, hatte ich direkt ein Gefühl der Freiheit, Erleichterung.“
Giuseppe
Beschäftigung: 
Maler
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Italien

Teile diese Geschichte:

„Ich bin 1984 eher zufällig durch einen Freund nach Berlin gekommen. Nachdem ich von meinem Geburtsort Palermo nach Venedig gezogen bin, um dort im Theater zu arbeiten, hatte es sich irgendwie ergeben nach Berlin zu kommen.“

„Als ich damals in Berlin-Tegel gelandet bin, hatte ich direkt ein Gefühl der Freiheit, der Erleichterung. Es war für mich ein aufregender Neuanfang, obwohl ich noch nicht wusste, ob es für mich funktionieren wird oder nicht.“

„Ich habe mich dann in Berlin mehr auf die Malerei konzentriert und hatte nach anderthalb Jahren meine erste Ausstellung. Diese lief sehr gut und war fast in der ersten Nacht ausverkauft, spätestens dann war für mich klar, dass ich erst mal in Berlin bleiben werde. Es war und ist ein sehr guter Ort für mich zu malen und zu verkaufen.“

„Am Anfang hatte ich noch einige kulturelle Probleme, weil die Deutschen sich natürlich zum Teil anders verhalten als die Italiener. Aber nachdem ich angefangen habe Deutsch zu lernen und die Sprache nun besser spreche, hat sich das auch gemildert und ich habe mich dran gewöhnt. Inzwischen lebe ich ja schon 31 Jahre hier.“

„Zu Hause habe ich mich hier sehr schnell gefühlt, aber der Heimatbegriff ist für mich schwieriger. Ich würde mich eher als Bürger Europas bezeichnen. Da wo ich lebe, da ist meine Heimat.“

„Ich merke hier allerdings ab und an noch Ausländerfeindlichkeit, aber da stehe ich drüber. Ab einem gewissen Alter hat man das alles schon gesehen und genug Erfahrung gemacht, damit einen das nicht mehr mitnimmt.“

 

 

Diese Geschichte ist von Julian Gross, www.julian-gross.de

Related Sustainable Development Goal(s):

 

https://together.un.org            http://usaim.org/            https://sustainabledevelopment.un.org