Manolo

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„Hierher zu kommen war nicht einfach. Ich musste viele Dinge dafür aufgeben. Aber ich wusste, ich musste es tun.“

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„Ich komme aus Kolumbien, bin 27 Jahre alt und studiere an der Hertie School of Governance Public Policy.“

„In Deutschland bin ich mittlerweile seit knapp zwei Jahren. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag meiner Abreise aus Kolumbien. Es war das erste Mal, dass ich nach Europa reisen würde und das erste Mal, dass ich ohne meine Familie reisen würde.“

„Es war eine wilde Mischung der Gefühle. Mit 12 Stunden war es auch mein längster Flug bislang. Als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin war ich vor allem überrascht, dass der Berliner Flughafen nichts Besonderes war, nichts was ich nicht schon in Kolumbien gesehen hätte.“

„Auch das Internet ist hier schlechter als in Kolumbien. Das erste was ich dann in Deutschland gegessen habe war ein Kebab. Am nächsten Tag habe ich überhaupt erst richtig verstanden, dass ich in Deutschland bin und dass mein Traum, für den ich so lange gearbeitet habe, endlich wahr geworden ist.“

„Die Zeit hier ist wie eine Achterbahnfahrt. In einem Moment fühle ich mich ‚On Top of The World', dann wiederum ist es unheimlich schwer, so weit weg zu sein von meinem Vater, meiner Mutter, und meiner Schwester.“

„Hierher zu kommen war nicht einfach. Ich musste viele Dinge dafür aufgeben. Aber ich wusste, ich musste es tun. Nicht nur wegen des Studiums, sondern vor allem, um mich selbst zu finden.“

„Ich bin ein großer Geschichtsfan – und ich liebe Militärgerichte. Ich erinnere mich, wie ich als Kind Filme über die Weltkriege gesehen habe und fasziniert war von Deutschlands Fähigkeit immer wieder aufzustehen, und jedes mal stärker zu werden.“

„Berlin und ich, das hat sofort funktioniert. Es vereint das Beste aus Deutschland und das Beste aus aller Welt an einem Ort. Schmutzig und sauber, Ordnung und Chaos, das Deutsche und das Internationale. Es ist eine sehr fragile aber wunderschöne Balance.“

„In Deutschland, vor allem an meiner Universität, war ich von Leuten umgeben, die alle unheimlich gut waren, in dem was sie machen. Diese Erfahrung macht einen bescheiden, denn man lernt von anderen Menschen zu lernen.“

„Und ich habe verstanden, dass noch ein langer Weg vor mir liegt um besser zu werden. Nicht nur beruflich oder akademisch. Ich möchte ein besserer Mensch, ein besserer Mann, ein besserer Freund, ein besserer Sohn, ein besserer Bruder werden.“

Photo: Carla Hustedt

9,701 km von Zuhause entfernt
Manolo
Beschäftigung: 
Student
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Kolumbien

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This migrant's life story touches on the following Sustainable Development Goal(s):