Asadullah

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4,541 km von Zuhause entfernt
#iamarefugee
„Ich möchte nach Hause zurückgehen und meinen Leuten mit meinem Wissen dienen.“
Asadullah
Beschäftigung: 
Doktorand
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Slowakei
Herkunftsland: 
Afghanistan

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„Ich komme aus Logar, habe in Berlin meinen Master gemacht, in Kabul gearbeitet und promoviere jetzt in Bratislava – danach will ich zurück nach Afghanistan.“

„Es ist immer schwierig, aus Afghanistan nach Europa zu kommen. Obwohl ich einen Platz an der Uni hatte und auch schon ein Stipendium, hat es zwei Monate gedauert, ein Visum zu bekommen.“

„Ich bin ein Migrant, weil ich lernen will. Ich kam in die Slowakei, um zu studieren. Ich wünschte, wir hätten bessere Universitäten in Afghanistan, sodass ich nicht gezwungen wäre, zum Studium in die Slowakei oder nach Europa zu gehen. Andererseits ist es gut, in anderen Ländern zu studieren. So lerne ich viel über andere Kulturen und kann Wissen von anderen Orten mit nach Hause nehmen, um meinem eigenen Land und meinen eigenen Leuten damit zu dienen.“

„Ich werde eine Menge aus der Slowakei mitnehmen, wenn ich zurück nach Afghanistan gehe. Ich werde das Wissen, dass ich hier erworben habe, mit anderen Menschen teilen, werde an der Uni unterrichten, sodass sie von meinen Erfahrungen profitieren können. Außerdem werde ich andere Afghanen unterstützen, die an europäischen Universitäten studieren wollen.“

„Ich habe meine eigene Kultur in die Slowakei gebracht und meine Art, Dinge zu tun, zu lernen. Ich lerne sehr gut andere Sprachen. So bekommen meine Kommilitonen die Botschaft vermittelt, dass sich in Afghanistan nicht alles nur um Krieg dreht. Was die Medien zeigen, ist davon sehr weit weg. In Afghanistan passieren täglich tausend Dinge, gute wie schlechte, aber die Medien werden immer nur die eine Explosion zeigen, die passiert ist. So können die Leute in der Slowakei und Europa, wenn sie mich sehen, eben auch sehen, dass Afghanen auch ehrgeizig sind und talentiert, dass sie gut lernen können und in jedem Bereich mithalten können – im Sport und auch sonst wo.“

„Die Kultur hier ist wirklich sehr anders. Als ich zum ersten Mal nach Europa kam, hatte ich einen Kulturschock. Wir müssen uns an die Kultur hier anpassen, ohne unsere eigene Kultur vollkommen zu vergessen. Wir denken immer an unsere Kultur, aber wir machen keine Probleme. Ich war eine ganze Weile in Deutschland. Jeder hier lebt mit den Worten „Dankeschön“, „Bitteschön“ und „Entschuldigung“. Ich habe es hier wirklich gemocht. Es ist einfach nett.“

„Heimat” ist für Asadullah „wo man sich wohl fühlt und friedlich“. Nach der Promotion will der Afghane, der mit Slowakisch jetzt seine achte Sprache lernt, zurück zu seiner Familie in Kabul.

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