Flor

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9,028 km von Zuhause entfernt
#iamamigrant
"Dieses Land wurde von Einwanderern gegründet und die Ideen von Freiheit und Unabhängigkeit sind zentral.“
Flor
Beschäftigung: 
Researcher
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Vereinigte Staaten
Herkunftsland: 
Argentinien

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„ Als ich das erste Mal hierherkam, war ich eine 17jährige Austauschschülerin. Ich war ein Teenager, und hatte keine Idee, was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Aber hier, durch freiwilliges Engagement kam ich eines Tages in das Hauptquartier der Weltbank und sah dort ihr Motto: Unser Traum ist eine Welt ohne Armut. Da verstand ich: Das war es was ich tun wollte, in diesem System mitarbeiten, auf dieses Ziel hin und das System verbessern. Ich ging zurück nach Argentinien und habe Wirtschaft studiert. Aber ich wollte immer zurückkommen, es fühlte sich einfach richtig an.

Dies ist genau der richtige Ort für mich. Es ist sehr fortschrittlich, und offen hier und es gibt enorme Vielfalt. Die Menschen haben alle möglichen Hintergründe, kommen von überall auf der Welt. Dieses Land wurde von Einwanderern gegründet und die Ideen von Freiheit und Unabhängigkeit sind zentral – schließlich waren die ersten Siedler Flüchtlinge, die vor religiöser Verfolgung in Europa flohen. Die Idee her war immer, dass du frei sein kannst, solange du nicht die Freiheit anderer Menschen einschränkst. Ich bin überzeugt, dass diese Idee noch lebt und glaube fest an sie. Auch wenn natürlich zum Beispiel Chancengleichheit noch verbessert werden muss.

Es fällt mir hier dennoch manchmal schwer, kulturelle Anspielungen zu verstehen. Ich bin in vielerlei Hinsicht noch immer eine Fremde. Ich muss also härter versuchen, zu verstehen, was um mich herum geschieht. Ich denke immer, ich muss freundlich sein, weil ich ein Gast bin. Manchmal, wenn mir die Umgebung feindselig vorkommt, spreche ich nicht, damit die Menschen nicht meinen Akzent hören und merken, dass ich ausländisch bin.

Ich bin keine typische Migrantin, ich habe Privilegien und bin mir dessen bewusst. Ich bin nicht migriert, weil ich musste, sondern weil ich wollte. Ich habe an vielen Orten gelebt und habe viele interessante Menschen getroffen. Ich nehme vieles auf, nehme von jeder Kultur was ich gut finde, und fühle mich wie eine Weltenbürgerin, während ich meine Wurzeln wertschätze.

Manche der neueren Entwicklungen hier sind schwer zu verstehen, weil dieses Land immer so warm und herzlich war. Aber in vielerlei Hinsicht ist es das noch immer, viele Menschen hier sind noch immer so, und ich werde mir die Hoffnung bewahren und offen bleiben. Wir müssen alle mit unserem Beispiel zeigen, was ein Migrant ist, und warum wir hierher kommen: Wir kommen, weil die Vereinigten Staaten ein so großartiges Land sind. Und dabei geht es nicht nur um Jobs und Geld, es geht auch um die Chance, ein Leben in Freiheit zu leben, in einem Land, in dem genau diese Idee im Zentrum steht.“

Dies ist eine Geschichte von Christine Strotmann.

 

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