Jürgen

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Foto: Peter Käser

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„Wenn ein Dialog stattfindet, geht es in die richtige Richtung.“
Jürgen
Beschäftigung: 
Dipl. Betriebswirt
Derzeitiges Aufenthaltsland: 
Deutschland
Herkunftsland: 
Deutschland

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„Über Ausländer und Ausländerstatus zu reden macht überhaupt keine Sinn, denn ich bin überall außerhalb von Deutschland ein Ausländer. Mir steht es nicht zu eine Kultur oder ein kulturell geprägtes Verhalten zu beurteilen oder verändern zu wollen.“

„Ich bin in Kuwait, Brasilien, Indien und allen anderen Ländern immer freundlich aufgenommen worden, wenn ich meinerseits freundlich auf die Menschen zugegangen bin.“

„Um mich in fremden Ländern heimisch und verbunden zu fühlen habe ich mit den Menschen dort Sport betrieben. Das war ein verbindendes Element neben der Arbeit. Wenn das möglich war, habe ich mich schnell wohl gefühlt.“

„Natürlich gibt es Kommentare wie: 'Ihr Deutschen seid echt toll, ihr seid so effizient, ihr macht die besten Produkte – aber ihr habt keinen Spaß am Leben'. Das ist schon irgendwie wahr, die hohe Effizienz ist aufwendiger und es schaut so aus, dass wir keinen Spaß am Leben haben. Wir Deutschen haben halt auch ein bisschen Spaß an dieser Perfektion. Auch wenn es nicht immer zum Lachen ist.“

„Ich habe über den Kommentar nachgedacht und mit dem Mann darüber gesprochen. Da ging der Dialog los. Und wenn ein Dialog stattfindet, geht es in die richtige Richtung. Das schlimmste ist, wenn kein Dialog mehr statt findet.“

„Bei den neu ankommenden Migranten ist das Wichtigste, dass sie nicht nur hier sind, sondern das man sie einbindet. Ich finde es sehr bereichernd, dass diese Menschen da sind. Viele sind auch gut ausgebildet, haben bereits in ihren Herkunftsländern etwas bewegt und sind bereit auch hier etwas zu bewegen.“

„Man muss bei jeder Gelegenheit versuchen ihnen einen Arbeitsplatz zu geben, um sich in Würde selbst zu versorgen. Das ist für mich die höchste Aufgabe. Ich verstehe die Politik nicht, dass nicht alles getan wird um die Migranten möglichst schnell, pragmatisch in den Arbeitsprozess zu bringen. Dann heilt vieles von alleine. Wenn sie in Lagern sitzen und nicht wissen wie es weiter geht, dann werden sie nervös. Das ist ganz normal.“

 

Notiert und fotografiert von Peter Käser, www.peterkaeser.ch

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